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25 Jahre ÖFG - ein Verein stellt sich vor Teil III - Ein fester und anerkannter Bestandteil im Vereinsleben der Großgemeinde Oberthulba (1990 -1999) Um gezielt Nachwuchsarbeit zu betreiben, wurden die 1989 erstmalig auf Initiative von Walter Kolb durchgeführten Jugendsitzungen mit großem Erfolg weiterbetrieben. Daraus erwuchs der Gedanke an den Aufbau einer Kindergarde, der auch umgehend in Angriff genommen wurde. Die Jugendsitzungen wurden von Katja Huppmann, Roland Friedrich und Andy Hämel organisiert, die in kurzer Zeit verlässliche Helfer organisieren konnten. Der 1. Sitzungspräsident war Matthias Hüttl. Ein Jugendelferrat stand ihm bei Ausübung seines Amtes hilfreich zur Seite. Die erfolgreiche Entwicklung der ÖFG schlug sich auch in wirtschaftlichen Ergebnissen nieder. Trotz erheblicher Anschaffungen konnte das neunziger Jahrzehnt mit einem Kontostand von knapp 19.000 DM angegangen werden. Alle Prunksitzungen wurden meist vor ausverkauften Sälen abgehalten. Ein Stamm von zuverlässigen Könnern sorgte für ausgewogene und abwechselungsreiche Programme. Besucher und Presse zeigten sich begeistert von den jeweiligen Darbietungen. Neu war im Jahr 1990 der erstmalige Auftritt des Tanzmariechens Annett Reis, die ihr großartiges Können lange Jahre unter Beweis stellte. In den Mittelpunkt der Sitzungen rückten immer mehr die ÖFG Garden. In der Mitte der neunziger Jahre hatte die ÖFG sechs Tanzgarden, die unter hervorragender Betreuung und sehr engagierter Führung bei allen Sitzungen auftraten. Die Vielzahl der Garden führte dazu, dass von befreundeten Gastvereinen bei den Prunksitzungen nicht immer alle angebotenen Gardetänze gezeigt werden konnten. Dies zu berücksichtigen erforderte wiederholt diplomatisches Geschick. Nach 15 jährigem Bestehen des Vereins hatte sich eine stattliche Anzahl von Hausorden, Kinderorden und Sessionsorden angesammelt. Bei einem Empfang im Rathaus 1990 überreichte unser Ordenskanzler und Ehrenpräsident Ewald Kessler dem Markt Oberthulba die kompletten Orden der vergangenen Jahre. Trotz des Golfkrieges waren auch 1991 ÖFG Prunksitzungen, obwohl viele benachbarte Vereine infolge der angespannten politischen Situation absagten. Der sehr gute Besuch der Sitzungen verstärkte den Vorstand in seiner getroffenen Entscheidung. Die anstehenden Neuwahlen 1991 brachten folgendes Ergebnis: 1. Gesellschaftspräsident: Bernd Keller 2. Gesellschaftspräsident: Michael Schneider 1. Sitzungspräsident: Gerhard Adam 2. Sitzungspräsident: Sepp Waldner 1. Schatzmeister: Berthold Zink 2. Schatzmeister: Willi Walter 1. Schriftführerin: Katja Huppmann 2. Schriftführer: Uli Marx Beisitzer:Karl Mayer, Ewald Kessler (Ordenskanzler), Konrad Hüttl, Lothar Hämel, Hannelore Schmitt Kassenprüfer: Sigrid Helbig, Eugen Freiberg Zum festen Terminplan der ÖFG gehörte nun: 2 Prunksitzungen: jeweils in Oberthulba und Thulba 1 Jugendsitzung: abwechselnd in Oberthulba und Thulba 1 Altennachmittag: unter Führung der ÖFG - in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen 1 Helferfeier Ordensabende Gelegentliche Vereinsausflüge 1991 wurde die Technik verbessert. Für ca. 3.500,-- DM wurden Knopfmikrophone angeschafft und die Beleuchtungsanlage verbessert. Die Anzahl der Aktiven wuchs ständig. Waren 1994 etwa 80 Aktive bei den Prunksitzungen auf der Bühne so erhöhte sich deren Zahl im Jahr 1996 auf 100. Lore Reis übernahm die Leitung der Jugendsitzung 1992 und wurde dabei von Andreas Hämel tatkräftig unterstützt. Auch bei diesen Sitzungen stieg die Anzahl der Aktiven stetig an. Im Jahr 1994 waren es bereits 35 Kinder, die begeistert mitmachten. Auch der Besuch war recht gut. Im Schnitt sahen sich ca. 300 Besucherinnen und Besucher die Jugendsitzungen an. Lore Reis, die auch die Kindergarde aufgebaut hatte und weiterhin erfolgreich betreute war der unermüdliche Motor für die Jugendsitzungen. Bei den Neuwahlen 1994 blieb die Kernmannschaft beieinander. Es gab allerdings zwei neue Schriftführer: Gerhard Weber und Harald Krug stellten sich für dieses Amt zur Verfügung. Für den nun schon erheblich angewachsenen Bestand an Kostümen, Uniformen und technischen Geräten wurde Bernd Waldner als neuer Fundusverwalter gewählt. Zuvor hatte Franz Johannesberg () dieses Amt seit der Gründung inne. Als Beisitzer zogen neu in die Vorstandschaft ein: Ursula Herold, Lore Reis, Andreas Täuber, Elisabeth Hüttl. Von der Gründung des Vereins bis 1995 war das Vereinslokal bei Uwe Schur im Grünen Kranz". Nach dem Verkauf dieses Lokals, wurde das Rhöner Land", wieder bei Uwe Schur, zur Heimstätte der ÖFG. 1995 führte der Vereinsausflug am 11./12.11. die ÖFG`ler nach Greiz. Auf Initiative unseres Elferratsmitglieds Roland Friedrich, der inzwischen beruflich in Greiz gelandet war, wurden die dortigen Faschingsfreunde besucht. Dieser Kontakt hielt mehrere Jahre und besonders die von dort kommenden hübschen Gardemädchen waren immer herzlich bei Prunksitzungen willkommen. Die ÖFG Garde erhielt für den Januar 1997 eine Einladung nach Bad Vöslau in Österreich. Herr Kommerzialrat Hans Pressl, der in Oberthulba einen Versandbetrieb besitzt, sprach diese Einladung aus. Er übernahm sämtliche anfallenden Kosten. Unsere erste Garde zeigte sowohl ihren Gardetanz als auch den Showtanz bei zwei Sitzungen. Beide Tänze kamen hervorragend an und waren beim Publikum besonders geschätzt, da die Faschingsgilde aus Bad Vöslau keine eigene Tanzgarde hat. Seitdem gibt es recht gute Kontakte nach Österreich mit gegenseitigen Besuchen bei Sitzungen. Bei den turnusgemäßen Neuwahlen 1997 gab es bei der Vereinsspitze eine gravierende Änderung. Gerhard Adam teilte den Anwesenden mit, dass er als Sitzungspräsident nicht mehr zur Verfügung steht. Vom April 1976 bis 1997 hatte er dieses Amt bekleidet. In den 21 Jahren hatte er 46 ÖFG Sitzungen geleitet. Dabei sind die Seniorennachmittage noch nicht dazu gezählt, die er bereits seit Anfang der 70er Jahre leitete. Ununterbrochen bei allen Sitzungen als Aktiver dabei war Karl Mayer, der immer zuverlässig und mit tollen Ideen überaus erfolgreich auftrat. Neuer Sitzungspräsident wurde Dr. Albin Friedrich. Für den als Schriftführer ausgeschiedenen Gerhard Weber wurde Lore Reis gewählt. Nachdem 1995 der Beitritt zur FEN Förderations- Europäischer Narren" noch zurückgestellt wurde ist die ÖFG dann im Jahr darauf dieser Organisation beigetreten. Trotzdem blieb die ÖFG auch Mitglied beim Fastnachtverband Franken", obwohl man mit dieser Organisation nicht immer zufrieden war. Ab diesem Zeitpunkt gab es nun von beiden Verbänden Ehrenzeichen und Faschingsorden. Vom Jahr 1998 an gibt es das so genannte ÖFG Blättle". Diese Broschüre wird jedes Jahr beim Verkauf von Eintrittskarten kostenlos an die Karteninhaber abgegeben. Neben Werbung, aus der es sich hauptsächlich finanziert, sind Grußworte, das Programm der kommenden Sitzung, Infos über die ÖFG sowie Bilder von den jeweiligen ÖFG Veranstaltungen enthalten. Das in Rot - Weiß, den Farben der ÖFG, gebunden Heft ziert auf der Vorderseite des Einbandes der Hausorden der ÖFG. 1998 wurde Gerhard Adam nach 21 jähriger Tätigkeit als Sitzungspräsident zum Ehrensitzungspräsidenten ernannt. Ende der 90er Jahre wurden wiederum verschiedene Anschaffungen getätigt. 1996 wurde das untere Bühnenbild erneuert und 1998 wurden zwei Mikrophone für 1.600,-- DM angeschafft. Nach dem Erwerb einer neuen Musikanlage für 9.000,-- DM fand 1999 erstmalig eine Sitzung ohne Musikkapelle statt. Die musikalische Begleitung erfolgte nun auf elektronischem Wege. Dadurch wurden nun jährlich ca. 2300,-- DM für eine Musikkapelle eingespart. Zusammen mit dieser technischen Erneuerung wurde auch eine Lichtanlage für 6.000,-- DM gekauft. Damit waren aber die Investitionen noch nicht zu Ende. Die Showtanzgarde der ÖFG bekam ein neues Gardekostüm, das 10.300,-- DM gekostet hat. Diesen Betrag musste allerdings die ÖFG nicht ganz selbst finanzieren, einige Sponsoren haben sich mit namhaften Beträgen daran beteiligt. Auch im Elferrat gab es gravierende Erneuerungen. Seit 1998 gibt es auch weibliche Elferräte. Damit war die Gleichberechtigung der Frauen auch in den bisher männlich dominierten Elferrat eingezogen. 1998 wurde durch den Zusammenschluss von zwei Garden eine sogenannte Turniergarde" ins Leben gerufen. Die Mädchen dieser Garde treten seitdem mit großem Erfolg bei Gardetanzturnieren im Unterfränkischen Raum auf. Seit Bestehen der ÖFG gab es immer gute Kontakte zu benachbarten Fosenochtsvereinen und teilweise auch zu etwas weiter entfernten Gesellschaften. Man besuchte sich gegenseitig und lernte dabei sicherlich auch voneinander. Ohne auf Vollzähligkeit zu achten seien hier die Orte mit den meisten Kontakten genannt: Elfershausen (Patenverein), Aura, Rannungen, Nüdlingen, Wiesentheid, Untererthal, Hammelburg, Fuchsstadt und Bad Vöslau. Was wäre ein Verein ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die immer wieder bereit sind in den verschiedensten Aufgabenbereichen mitzuarbeiten? Für die Bewirtung der Gäste waren an einem Abend bis zu 30 freiwillige Einsatzkräfte erforderlich. Beim Bühnenauf- und abbau halfen die meisten Elferräte aber auch Aktive von den Sitzungen tatkräftig mit. Bei Altennachmittagen und Tanzveranstaltungen, von denen die ÖFG in den 90er Jahren einige durchführte, haben sich auch die Gardemädchen um die Versorgung der Gäste gekümmert. Auch bei Jugendsitzungen und Altennachmittagen haben unsere Gardemädchen immer wieder tatkräftig mit gearbeitet. Mit die meiste Freizeit hatten aber die Gardeleiterinnen einzubringen. Einige wurden bereits an früherer Stelle genannt. Erwähnt seien noch: Sabine Metz, Heike Knüttel, Ute Renn, Ursula Herold, Silvia Friedrich, Bianca Mayer, Gloria Ließ, Sabrina Holzheimer, Tina Wehner, Kerstin Stumpf und Nina Glöckler. Nicht nur gute Ideen waren für die einzelnen Tänze gefragt, sondern es galt auch, sich um die nötigen Kostüme zu kümmern, die fast zu 100 % von Eltern, Verwandten und Bekannten genäht und teilweise auch gesponsert wurden. Dass die Gardemädchen auch immer überaus vorteilhaft aussahen, war ein Verdienst der Maskenbildnerinnen. Hier sind im besonderen Eva Marx und Petra Wolf zu nennen. Auch auf die Techniker muss immer Verlass sein. Das einwandfreie Funktionieren der technischen Anlagen ist mit entscheidend für den guten Verlauf einer Sitzung. Hier sind im Besonderen zu nennen: Willi Walter, Andreas Täuber, Jörg Halbig, Gerhard Back (), Peter Albert und als zuständig für die Bedienung des Spots: Matthias Hüttl. Bei Prunksitzungen kommt es u.a. darauf an, dass benötigte Requisiten für die jeweiligen Programmpunkte schnell heran- und weggeschafft werden. Dies haben Christian Neder und Andreas Wagner über Jahre hinweg sehr zuverlässig verrichtet. Viele Jahre sorgten Hannelore und Ronald Schmitt mit großem Erfolg für die Dekoration der Bühne. Mit Geschick und Können gestalteten Sie einfallsreich, schöne Bühnenbilder. Ein herber Verlust für den Verein wird sein, dass Berthold Zink aufhören will. Er war nicht nur 21 Jahre ein hervorragender Kassenverwalter, sondern hat sich auch immer intensiv um den Kartenvorverkauf gekümmert. Mit Berthold Zink verlässt ein verdienter Mann die Führungsspitze der ÖFG, der auch immer zum harten Kern des Elferrates gehörte. Unter den vielen Sponsoren, die die ÖFG hatte, ist besonders unser Elferratsmitglied Uwe Schur zu nennen. Seit Bestehen der ÖFG hat er für die Sitzungen den Sekt spendiert. Die Anzahl der bei Sitzungen geleerten Sektflaschen verschweigt der Chronist, um den Elferrat wegen seiner Trinkfestigkeit nicht in Verruf zu bringen. Nach fast 25 Jahren Erfolgsgeschichte steht die ÖFG auf einem guten materiellen und personellen Fundament. Ein fester Stamm von Aktiven ermöglicht attraktive und abwechselungsreiche Programmgestaltungen. Der Verein versteht sich als ein Dienstleister. Gemessen an den nach wie vor sehr hohen Besucherzahlen wird diese Dienstleistung" gerne angenommen. Hoffen wir, dass auch künftig die ÖFG, was die fünfte Jahreszeit anbelangt, immer Spitze bleibt. Verfasst von: Gerhard Adam Ehrensitzungspräsident |